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Calwer Musikschülerin ist Deutschlands Beste


„Nein, damit hätten wir vor vier Wochen noch nicht gerechnet,“ die Blockflötenlehrerin Beate Stahl-Erlenmaier kann ihr Glück noch gar nicht fassen. Gerade konnte Sie Ihre Schülerin Helen Gwyneth Buck zum ersten Preis mit Höchstpunktzahl (25 Punkten) beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert beglückwünschen.

Die junge Calwer Blockflötistin musste zwischen Landeswettbewerb, der im März in Bietigheim für Baden-Württemberg ausgetragen wurde, und dem Bundeswettbewerb, zu dem sie jetzt an Pfingsten nach Lübeck angereist ist viel übern und sich auch auf etliches Neue einstellen. Vom Veranstalter kam die Mitteilung, dass die geplante Begleitung durch einen E-Bassisten von den Regularien nicht vorgesehen ist. Gitarrenlehrer Helmut Rauscher sprang kurzfristig ein und aus den zweien wurde innerhalb kürzester Zeit ein „Traumduo“.
Flöte

Die Jury war vom gemeinsam vorgetragenen Stück, „Daido“ von Paul Leenhouts so begeistert, dass sie Helen Gwyneth Buck und Helmut Rauscher aufgefordert hat, beim, vom Norddeutschen Rundfunk direkt übertragenen Preisträgerkonzert doch bitte nochmals aufzutreten. Auch auf einen neuen Cembalisten musste sich Helen einstellen. „Ich bin ohnedies in Lübeck“, lautete die Antwort des Ettlinger Musiklehrers Stefan Fritz, als man ihn um Unterstützung bat, „natürlich helfe ich“. Und auch hier stimmten Chemie und musikalische Idee.

An die 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Helens Altersgruppe wurden sieben erste Preise vergeben, darunter aber nur einer mit Höchstpunktzahl, der an Helen eben. „Das ist schon außergewöhnlich, das erlebt man nicht alle Tage“, betont Musikschulleiter Olaf Kerkau. „Ich war richtig froh, dass es gleich drei unserer Schüler hierher zum Bundeswettbewerb geschafft haben“ versichert der Calwer Schulleiter. Bei der Querflötistin Malin Kling, Klasse Petra Bachmann, die mit sehr gutem Erfolg (19 Punkten) teilgenommen hat war er selbst ebenso als Begleiter tätig, wie beim Posaunisten Tristan Roberts, Klasse Thomas Daub, der sich ebenfalls das Prädikat „mit sehr gutem Erfolg teilgenommen“ (18 Punkte) erspielt hat. „Sich hier beim Bundeswettbewerb mit den besten jungen Musikerinnen und Musikern aus ganz Deutschland vergleiche zu dürfen ist schon eine besondere Ehre und auch ein ganz besonderes Erlebnis.

Ich bin sehr froh, dass unsere drei dabei sein konnten.“ Die Auszeichnungen sind, da ist sich der Calwer Musikschulleiter sicher, das Ergebnis der über viele Jahre konsequenten Ausbildung. „Da muss einfach vieles zusammenkommen.“ Er nennt das Kollegium der Musikschule, das sicher über die Maßen engagiert seiner Arbeit nachgeht und eben auch an Wochenenden und in den Ferien für Zusatzproben, Vorspiele, Konzerte und Wettbewerbe zur Verfügung steht.

Er nennt den Hauptsponsor der Musikschule Calw, die Sparkasse Pforzheim Calw, die mit ihrem Engagement kontinuierliche Spitzenförderung möglich macht. Er nennt die AWG, die sich besonders für Jugend musiziert engagiert. „Letztlich nützt aber das ganze System nur wenig, wenn es nicht Schüler und Eltern gibt, denen Musik ganz besonders wichtig sind, die hier Schwerpunkte setzen, die darum wissen, wie sehr Mädchen und Jungen vom Musizieren profitieren. Sehen sie sich doch diese jungen Menschen an. Das sind heute schon gestandene Persönlichkeiten, um die mir auch in Zukunft nicht bange ist“, betont Olaf Kerkau.
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