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Zukunft der Werkrealschule auf dem Wimberg entscheidet sich


Coronabedingt verzögerte sich in diesem Jahr auch die Auswertung der Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen. Jetzt aber liegen die Zahlen auf dem Tisch. Es zeigt sich, was sich bereits im letzten Jahr angedeutet hat: Calw hat mit drei Werkrealschulen in Heumaden, auf dem Wimberg und in der Innenstadt ein zu großes Angebot für die sinkende Nachfrage.

Sowohl die Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung als auch der zu den Vorjahren geringere Viertklässlerjahrgang wirken sich jetzt aus. Für die Werkrealschule auf dem Wimberg sind das keine guten Zahlen: Mit elf Anmeldungen wird die Mindestschülerzahl von 16 für die Einstiegsklasse das zweite Jahr in Folge verfehlt.

Oberbürgermeister Florian Kling hat das mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen. Noch beim diesjährigen Schulfest konnte er sich davon überzeugen, dass auf dem Wimberg eine hervorragende Arbeit mit den Schülern geleistet wird und auch die Schüler und Eltern tatkräftig mitwirken: „Das ganze Team an der Schule, allen voran Schulleiter Markus Schwämmle, hat sich mächtig ins Zeug gelegt, um den Schülerinnen und Schülern die bestmögliche Ausbildung zu bieten. Es ist sehr schade, dass es damit für nachfolgende Jahrgänge nicht mehr weitergehen wird.“

Aber die Zahlen lassen keine Wahl, wie eine Beratung mit dem Leitenden Direktor des Staatlichen Schulamts, Volker Traub, bestätigt. Wenn die Mindestschülerzahl zwei Jahre in Folge nicht erreicht wird, kann ein Schulstandort nur dann erhalten bleiben, wenn keine andere Werkrealschule in erreichbarer Nähe vorhanden ist. Da die Erna-Brehm-Schule in der Calwer Badstraße vom Wimberg aus problemlos erreicht werden kann und den Schülerinnen und Schülern ebenfalls ausgezeichnete Bedingungen bietet, wird das Regierungspräsidium die Weiterführung der Schule nicht zulassen. Der Bescheid zum Auslaufen der Schule wird nach der offiziellen Schulstatistikerhebung im Herbst erwartet.

Für Oberbürgermeister Kling ist das allerdings kein Zeichen, um den Mut zu verlieren: „Diese neue Situation veranlasst uns, die ganze Situation auf dem Wimberg neu zu denken. Wir wollen den Standort für Kinder, Jugendliche und Familien unbedingt stärken und noch attraktiver machen. Schließlich wird er mit der Waldsiedlung noch einmal deutlich erweitert. Daraus werden sich insgesamt als Stadt auch neue Chancen ergeben, die wir entwickeln und gestalten können. Wir werden ab sofort mit allen Beteiligten in einen intensiven Beratungsprozess gehen und ein Maßnahmenpaket entwickeln, das den jetzigen und künftigen Bewohnern Wimbergs aufzeigt, wie der Standort nachhaltig gestärkt und mit noch mehr Leben als bisher gefüllt werden kann.“
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