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Freiwillige Tests der Kinder in den Kitas sind möglich


Der Schwellenwert von 165 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wurde im Landkreis Calw überschritten und somit traten die Regelungen der „Bundesnotbremse“ in Kraft. In den Kindertagesstätten können Familien nur noch die Notbetreuung in Anspruch nehmen. Gleiches gilt für die Schulen für die Klassen 1 bis 7.

„Nach dem derzeitigen Stand sind die Voraussetzungen, Notbetreuung in Anspruch zu nehmen erfüllt, wenn beide Eltern oder der alleinerziehende Elternteil aus beruflichen Gründen (da unabkömmlich) das Kind nicht betreuen können/kann und auch keine andere Betreuungsperson zur Verfügung steht (dies gilt auch für Home-Office)“, erläuterte der aktuelle Elternbrief der Kindertageseinrichtungen.

Schnell meldeten sich einige Eltern oder Alleinerziehende, bei denen das der Fall ist. An die Eltern wurde jedoch appelliert, das Angebot nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn es wirklich keine andere Möglichkeit gibt. „Bitte bedenken Sie, dass in der aktuellen Welle, anders als bisher, Kinder stark am Infektionsgeschehen beteiligt sind, selbst erkranken und die Infektion an ihre Familienmitglieder, andere Kinder in der Gruppe und die Erzieherinnen und Erzieher weitergeben“, heißt es in dem Elternbrief weiter.

Schnelltests in den Calwer Kindertagesstätten

Derweil stellten Calws Oberbürgermeister Florian Kling und Isabel Götz, Leiterin des städtischen Fachbereichs Bildung, Kultur und Tourismus, in einem Schreiben das neue Angebot vor, auch die Kinder in der Kindertagesstätte freiwillig testen zu lassen. „Schon seit Jahresbeginn testen sich die Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertagesstätten selbst. Seit den Faschingsferien sind die Lehrerinnen und Lehrer dabei.

Seit den Osterferien ermöglichen wir ein flächendeckendes Testangebot für die Schülerinnen und Schüler in Calw, schon bevor dies in den Schulen verpflichtend wurde. Nachdem insbesondere diese Schülertests sehr erfolgreich verlaufen und bereits einige Infektionen im Frühstadium erkannt wurden und damit die weitere Ausbreitung von Infektionen frühzeitig gestoppt werden konnte, haben wir uns mit der Möglichkeit von Schnelltests für Kindergartenkinder befasst. In anderen Kommunen wird dies bereits erfolgreich praktiziert.“

Daher habe man sich entschlossen, Schnelltests in den Calwer Kindertagesstätten auf freiwilliger Basis anzubieten. Wenn Erziehungsberechtigte dies wünschen, testen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Kind. Geplant ist derzeit ein Test pro Woche. Dafür werde ein Wattestäbchen leicht in den Nasenvorhof geschoben, um dort Sekret abzunehmen. Es handelt sich um einen weniger unangenehmen Test als der klassische Abstrich im hinteren Rachen, wie er bislang für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und beim PCR-Test praktiziert wird.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden diese Tests mit sehr viel Sensibilität und Fingerspitzengefühl durchführen und die Kinder spielerisch in das Testgeschehen einbeziehen. Die Tests können über den Tag verteilt und an einem beliebigen Wochentag durchgeführt werden, daher entsteht kein Zeit- oder Handlungsdruck. Wir würden uns freuen, wenn viele Eltern von der Möglichkeit der Testung Gebrauch machen und wir dadurch mehr Sicherheit in den Kitas schaffen können.“

Getestet wird nur in den Kindertagesstätten, die Tests sind nicht für die Anwendung zu Hause vorgesehen und werden nicht mit nach Hause gegeben. Das Testangebot in den Calwer Testzentren steht den Eltern und Kindern ebenfalls offen.

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